Tage der Industriekultur

 

VERANSTALTUNGSREIHE „TAGE DER INDUSTRIEKULTUR“

An drei Tagen im August, September und November 2021 wird das Thema „Industrie- und Bergbaukultur“ unter verschiedenen Aspekten kulturell aufbereitet. Die gewählten Formate sind Performance, Diskurs und Industriegeschichte als kulturelles Abenteuer und erlauben alle eine aktive Partizipation. Hauptzielgruppe ist die jüngere Generation, wenngleich die durchgeführten Module auch ältere Besucher und Interessierte aus der Region und darüber hinaus ansprechen können.

 

21.08.2021, 14.00 -16.00 Uhr
„Wasserwesen Kontaktaufnahme“ – Performance & Kunstinstallation am Wassermannsloch/Schwarze Lacke

Der Legende nach wurde der Wassermann in der „Schwarzen Lacke“ drei Kilometer nördlich des Leopoldsteiner Sees von den Bewohnern von Eisenerz gefangen genommen. Mit seinem Wissen über den Erzberg kaufte er sich frei und verschwand für immer im sogenannten Wassermannloch. Die Region rund um den Erzberg wurde in Folge zur Wiege der Industrialisierung Österreichs.

Am Samstag 21. August findet an diesem mystischen Ort im Rahmen des EU-Projektes YOUIND eine ungewöhnliche Performance statt. Der Verein Steirische Eisenstraße und das „Institut für erweiterbare Kommunikation“ (dahinter verbirgt sich das Künstlerkollektiv Claudia Czimek, Helga Chibidziura und Birgit Schwammberger-Kunst) erwarten die Besucher mit einer lukullischen Installation und einer zeitgenössischen Zeremonie inmitten des außergewöhnlichen Naturdenkmals. Titel des Kunstprojektes „Wasserwesen Kontaktaufnahme“. Dieses Mal wird das Wasserwesen jedoch nicht mit List gefangen, sondern ihm mit gemeinsamem Genuss und Reflektion mit Bezug zur Jetztzeit gedacht.

Beginn: 14 Uhr; Zugang und Teilnahme sind kostenfrei möglich. Die Location zwischen Eisenerz und Hieflau ist über Google Maps über „Wassermannloch – Schwarze Lacke“ zu finden. Zwischen 14 und 14:30 Uhr fährt ein Gratis Shuttlebus vom Münichtal/Eisenerz (Kassa Rostfest). Mit dem Rad sind es etwa 10 Minuten ab dem Leopoldsteiner See. Geparkt werden kann einige 100 Meter weiter weiter nördlich.

–> „Download Programm“

 

04.09.2021, ab 10.00 Uhr
„Hop-on / Hop-off am Museumstag“ 

Dieses Jahr wird das erste Mal Eisenerzer Geschichte auch auf dem Smartphone lebendig. Eine eigens für den Eisenerzer Museumstag programmierte, digitale Schnitzeljagd  („Actionbound“) erweitert den analogen Museumsraum und entführt alle Besucher:innen in eine Welt voller Rätsel, versteckter Details und Wissen rund um die Geschichte der Bergbaustadt. Darüber hinaus verbindet diese digitale Tour nicht nur sieben museale Haltestellen miteinander, sondern hält für alle Reiselustigen als Andenken ein verbindendes Geschenk fürs Handgelenk bereit. Ein neues spannendes Angebot, auch für die ganze Familie. Ausgangspunkt ist das Stadtmuseum Eisenerz, wo man am Museumstag alle notwendigen Informationen über den Ablauf der Rätselrally und den notwendigen QR-Code für den Start der Schnitzeljagd erhält. Gerne kannst du vorab schon die App „Actionbound“ (Android-Geräte im Google Play, IOS-Geräte im App Store) kostenlos auf dein Handy herunterladen und installieren.

„Steig ein in unseren digitalen Bus durch die Eisenerzer Museumslandschaft, entdecke unterwegs Kurioses und Wissenswertes und lass dich überraschen. Unser Rezept für einen kurzweiligen Museumstag: Sieben Museen, die Actionbound-App und ein bisschen Zeit und Interesse, auf einer spannenden Schnitzeljagd in die Geschichte der Stadt Eisenerz einzutauchen.“

Neben der Entwicklung des Eisenerzer „Actionbounds“ (in Zukunft in adaptierter Version auch das ganze Jahr über „spielbar“) wird am Museumstag eine Fotoausstellung zum bergmännischen UNESCO Kulturerbe der Berg- und Hüttenleute der Steirischen Eisenstraße in den Schaufenstern der Innenstadt  gezeigt sowie an verschiedenen Standorten entlang der Route zur Abrundung passende musikalische Untermalung angeboten.

Infoblatt zur Schnitzeljagd & Rätselrally: hier Downloaden

 

 

04.11.2021
„Women in Industry – eine Impulstag von Frauen für junge Frauen in Bergbau, Industrie und Technik“

Die Veranstaltung  „Women in Industry“ rundet die „Tage der Industriekultur“ in Eisenerz ab. Hier geht es darum, den Bogen von der Jetztzeit in die Zukunft zu spannen. Der Fokus wird auf die Zielgruppe „junge Frauen“ gelegt. Das ist – wie alle Studien zeigen – die kritischste Gruppe, wenn es um das Thema „Abwanderung aus peripheren Regionen“ geht. Mit starken Frauen als Testimonials („Industrimonials“) sollen in Vorträgen, Workshops und einer Podiumsdiskussion Chancen und Möglichkeiten, die eine bisher auch im traditionellen Kulturbereich vorwiegend männlich geprägte Industrie- und Bergbauregion bietet,  erörtert und Inspiration geschaffen werden.

Mittels professionellem „Live Graphic-Recording“ werden der Prozess und die Ergebnisse visualisiert. Durch dieses moderne „Stilmittel“ anstatt eines „Protokolls“ oder klassischer Powerpoint-Darstellungen können das Thema und die Ergebnisse jugendgerecht, emotional und einprägsam kommuniziert werden.

Nähere Infos folgen.