3. Erzbiennale 2020/21

Wir genießen die LOCKUNGEN der Kunst, doch 2020 ist anders! So müssen wir im Bundesgesetzblatt der Republik Österreich anstelle der künstlerischen Verlockungen etwas von LOCKERUNGSVERORDNUNGEN im Zusammenhang mit Kunstveranstaltungen lesen… Was bedeutet das für unsere Region?

Wir erleben:
1. Qualität der Regionen und Verlust der Attraktivität des Zentralstädtischen
2. Kreativität statt uniforme Optimierungen um jeden Preis
3. Kunst und Kultur als Lebensgefühl versus Kunstmarkt

Diese erfreuliche Aufwertung der kulturellen Lebensgestaltung und eine neu gefundene Sensibilität für Authentisches, lokal Entstandenes, anstelle der bisherigen Kunstproduktionen und Inszenierungen, die ohne Masse nicht funktionieren, steht im Mittelpunkt unserer 3. Erzbiennale.

10 Künstlerinnen und Künstler, die an der Steirischen Eisenstrasse mitwirken, zeigen woran sie denken, was sie bewegt und interpretieren ihre Sicht der Welt.

Die Erzbiennale ist eine Folge von Kunstausstellungen an der Steirischen Eisenstrasse. Wir wollen zeigen, wie sich die kulturellen und historischen Gegebenheiten der Steirischen Eisenstrasse in der künstlerischen Arbeit ausdrücken. Hinzu kommt die Herausforderung der Corona Pandemie, die den künstlerischen Dialog zusätzlich formt.

2020 geplant, diesmal in Trofaiach, wird sie an die kulturell fordernden Bedingungen der Coronakrise angepasst in 2 Etappen erfolgen. Wir beginnen mit einer ONLINE Ausstellung und werden die klassische Kunstausstellung im Frühjahr 2021 im Museumsdepot der Stadt Trofaiach durchführen. Kunst braucht auch Begegnung und Unmittelbarkeit – deshalb haben wir diesen Ablauf gewählt.

Um die persönliche Wirklichkeit von zehn Künstlern, allesamt aus der oder mit Bezug zur Steirischen Eisenstrasse, geht es in der 3. Erzbiennale. Die Durchführung erfolgt wie beschrieben in 2 Schritten als virtuelle Ausstellung und 2021 im Museumsdepot Trofaiach.

Auf Initiative der Steirischen Eisenstraße stellen neben dem Kurator der Ausstellung, Albert Ecker, noch folgende Künstler ihre Werke aus: Julia Wernig, Andrea R Tomitsch, Katarina Sweda, Armin Russold, Erika Hovanyi, Gottfried Leitner, Dejved Knezevic, Melanie Kramberger und Laura Ecker.
„Wir alle spüren das wachsende Bedürfnis nach dem Leben, wie wir es kannten. Die sogenannte neue Normalität wird uns verändern aber nicht dauerhaft limitieren.“ so Albert Ecker.

Die Künstler:
Albert Ecker
Grafiker und Maler, der in etlichen internationalen Museen zu finden ist, setzt sich mit Präzision und popartigem Gespür mit Alltäglichem kritisch auseinander. Im kulturellen Umfeld auch tätig als Lehrer am Neuen Gymnasium Leoben und der Pädagog. Hochschule in Graz.
Laura Ecker
Mit fotorealistischer Präzision und Akribie werden Dinge aufgezeichnet und festgehalten. Auch sie durfte ihr beachtenswertes Können bereits international präsentieren, und als Professorin am Neuen Gymnasium in Leoben an junge Menschen weitergeben.
Erika Hovanny
Künstlerin und Lehrerin in Ruhestand am Alten Gymnasium Leoben. Es gelingt ihr in oftmals großformatigen Arbeiten intensive und dramatische Aussagen im öffentlichen Raum zu gestalten. Harmonie und Balance sind ihre oftmals abstrakte Suche nach Wahrheit.
Melanie Kramberger
Eine junge Künstlerin lässt aufhorchen und hinschauen! Mit einem erstaunlichen Gespür für aktuelle künstlerische Ausdrucksformen nutzt sie klassische Malmittel und digitale Bildbearbeitung.
Dejved Knezevic
Ein überaus beachtenswerter Grafiker aus Trofaiach`s Partnerstadt Kamnik/Slovenien berichtet mit großem Können aus seiner Welt des Realen und Surrealen.
Gottfried Leitner
Technische Perfektion und punktgenaue Beobachtung brachten höchste Anerkennung im internationalen Kunstgeschehen. Große Museen und Galerien sind das Umfeld, in dem seine Arbeiten zu sehen sind…
Armin Russold
Ein Fotograf der wirklich hinsieht! Er beeindruckt mit seinem Blick für das Wesentliche. Personen, Landschaft, Report und Chronologie verdichten sich zu einem ausdrucksvollen Ganzen.
Katarina Sweda
Malerei, Plastik und Fotografie sind ihre Mittel der Darstellung. Technisch gelungen und vielfältig verblüfft und überzeugt sie in ihren Arbeiten, die sich auch prominent im öffentlichen Raum finden.
Andrea R Tomitsch
Sie besticht durch eine große Vielfalt ihrer Ausdrucksformen. Viele Ausstellungen und Erfolge zeigen ihren von Wandlung geprägten künstlerischen Weg die Wirklichkeit zu ergründen.
Julia Wernig
Fantastisch, psychodelisch, immer um ein inneres Wirken der Motive bemüht – zeichnet und malt sie mit Finesse und Energie. Ihre textilen Skulpturen setzten den Dialog fort und sprechen das an, das in uns liegt und uns ausmacht.

Sie können jederzeit Kontakt mit allen Künstlerinnen und Künstlern aufnehmen. Gerne gehen wir auf Ihre Wünsche und Fragen ein. Gerade jetzt ist es wichtig im kreativen Dialog zu bleiben.

 

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